Spielersperre

Spielhallen in Sachsen-Anhalt

Nach dem Gesetz zur Regelung des Rechts der Spielhallen im Land Sachsen-Anhalt vom 25. Juni 2012 gibt es nach "§ 7 Spielersperre" die Möglichkeit, sich selbst (Selbstsperre) vom Glücksspielen in Spielhallen in Sachsen-Anhalt sperren zu lassen.


Ein Antrag auf Spielersperre gilt standortbezogen und wird mindestens für ein Jahr eingereicht.


Der Antrag kann persönlich in den Spielhallen in Sachsen-Anhalt abgebeben werden. Hierzu sind zum Identifikationsnachweis Ausweispapiere mitzubringen.


Hinweis: sollte aufgrund einer Glücksspielsucht der Besuch der Spielhalle rückfallgefährdend sein, so kann der Antrag auch per Post gestellt werden. Zu Identifikation empfiehlt Ihnen die Landeskoordinationsstelle eine Kopie des Personalausweises mit zu senden. Die Sperre wird nach der Bearbeitung des Antrages verfügt, auch ohne die Angabe Gründe.


Handlungsempfehlung für einen Antrag auf eine Selbstsperre in einer Spielhalle in Sachsen-Anhalt




 

Staatliche Glücksspielanbieter


Nach dem Glücksspielstaatsvertrag vom 1. Juli 2012 gibt es die Möglichkeit, sich selbst von bestimmten Glücksspielen sperren zu lassen (Selbstsperre). Dies betrifft in erster Linie den Zugang zu allen staatlichen Spielbanken. Unter diese Sperre fallen auch die in den staatlichen Lotteriegesellschaften (z. B. Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt) angebotenen Glücksspiele Oddset, Toto und Keno.


Eine Sperre gilt bundesweit und wird für mindestens ein Jahr eingerichtet. Sie ist jedoch unbefristet. Eine Sperrung kann frühestens nach einem Jahr auf Antrag des Betroffenen aufgehoben werden. Hierzu muss er nachweisen, dass keine Gründe für eine Sperrung mehr vorliegen.


Der Antrag muss persönlich bei einer Zentrale einer Lotteriegesellschaft, einer ihrer Annahmestellen oder der Rezeption einer Spielbank gestellt werden. Hierzu sind zum Identitätsnachweis Ausweispapiere mitzubringen.


Hinweis: sollte aufgrund einer Glücksspielsucht der Besuch der Rezeption einer solchen Stelle rückfallgefährdend sein, so kann der Antrag auch per Post mit einer Kopie des Personalausweises gestellt werden. Die Sperre wird nach der Bearbeitung des Antrages verfügt, auch wenn dort zunächst keine Gründe angegeben sind.


Ebenso ist es möglich, dass der Glücksspielveranstalter eine sogenannte Fremdsperre verhängt, sobald ihm begründete Hinweise vorliegen, dass eine Spielsuchtgefährdung vorliegt. Auch Angehörige können eine Fremdsperrung veranlassen, wenn anhand von Unterlagen (Kontoauszüge) nachweislich eine existenzielle Gefährdung der Familie nachgewiesen werden kann. Der Betroffene muss nach einer verhängten Sperrung vom Glücksspielanbieter zu den Gründen der Sperrung gehört werden.


Sperrformulare der Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt


Sperrformulare der Merkur Spielbanken Sachsen-Anhalt GmbH & Co. KG

 
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